Euripides — Seite 2
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Der größte Segen auf dem Erdenrund, wenn Weib und Gatten treuer Eintracht Bund umschlingt.
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.
Wer der Liebe ganz entsagt, ist nicht weniger krank als der, der ihrer allzu sehr begehrt.
Das ist der Welt lauf. Keins der Dinge hat Bestand.
Liebe ist von allen Krankheiten noch die gesündeste.
Dunkel sind die Wege, die das Schicksal geht.
Ach, ach, welch großes Übel sind für Menschen die Begierden!
In ungezählten Mühen wächst das Schöne.
Ein guter Mann wird stets das das Bessere wählen.
Ratschläge sind viel leichter als Geduld im Leid.
Genug ist Überfluss für den Weisen.
Des Zufalls Wege sind uns unbekannt, sie zu berechnen, lehrt uns keine Kunst.
Der Mensch ist wie sein Umgang.
Wie dem Adler der Himmel offen steht, so ist dem tüchtigen Mann die ganze Welt das Vaterland.
Nach dem Glück wird unserer Weisheit Maß geschätzt.
Frage nur vernünftig, und du hörst Vernünftiges.
Der beste Lehrmeister zur Weisheit und Tugend ist die Liebe.
Auf Freunde im Unglück rechne nie!
Freue dich, trinke ein Glas, betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal.
Geschenke locken, heißt´s, die Götter selbst.
Nichts ist schrecklich, was notwendig ist.
Gibt´s kein höheres Übel doch als den Verlust der Heimat.
Jähzornige Frauenzimmer, gleich wie Männer auch, sind weniger schlimm als stille Wasser, welche tief.
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