Michel de Montaigne — Seite 6

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Wir bestehen alle nur aus buntscheckigen Fetzen, die so locker und lose aneinanderhängen, dass jeder von ihnen jeden Augenblick flattert, wie er will; daher gibt es ebenso viele Unterschiede zwischen uns und uns selbst wie zwischen uns und den anderen.

Man wünscht sich selber Glück, wenn man etwas Gutes tut.

Wenn es dir gelingt, die innere Ruhe zu erobern so hast du mehr getan als derjenige der Städte und ganze Reiche erobert hat

Man kann Missbrauch nur mit Dingen treiben, die gut sind.

Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken lässt, ist keine starke Leidenschaft.

Unsere Begierde verachtet, was ihr zur Hand ist, um nach dem zu haschen, was sie nicht hat.

Die menschliche Bosheit schlürft selbst den größten Teil ihres Giftes ein und verpestet sich damit.

Der Tod ist Anfang eines neuen Lebens.

Es gibt nur ein Anzeichen für Weisheit: gute Laune, die anhält.

Der scheint, Verstand viel, der einst sagte: Eine gute Ehe kann es nur zwischen einer blinden Frau und einem tauben Mann geben.




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