Wilhelm Raabe — Seite 3

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Wie ist doch die Jugend schön, wie wenig bedarf sie, um glücklich zu sein.

Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

Der Mensch ist der Spiegel der Welt. Von ihm hängt es ab, ob das Spiegelbild klar oder beschlagen ist

Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens.

O Mutter, du weißt nicht, wie nötig ich dich habe; keine Weisheit, die auf Erden gelehrt werden kann, kann uns das geben, was ein Wort und ein Blick der Mutter uns gibt.

Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.

Ich bin in meiner Jugend mit alten Leuten umgegangen und gehe in meinem Alter mit jungen um. Das ist die Weise, wie der Mensch möglichst behaglich durch die Welt kommen mag.

Es kommt, wie es kommen muss, ist die Ausrede aller Faulpelze.

Man erlebt nicht, was man erlebt, sondern wie man es erlebt.

Die interessantesten Zeiten des Menschendaseins sind nicht die, in welchen man sich der Illusion hingibt, sein Leben selbst führen zu können, nach links oder rechts abzuweichen, zu beharren oder aufzugeben, sondern die, in denen man den Flügelschlag des Schicksals deutlich über seinem Kopfe rauschen hört.

Es tötet nichts so sicher als das Leben.

Halte den Hut fest, es wird mehr als einer seine Kraft daran setzen, ihn dir vom Kopfe zu pusten.




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