Lao-tse — Seite 2

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Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.

Der Reisende in das Außen // hängt von den äußeren Dingen ab; // der Reisende ins Innere // findet alles, was er sucht, in sich selbst. // Dies ist die höchste Form des Reisens

Die beiden kleinsten Organe im Menschen sind es, die dessen Wert ausmachen: Das Herz und die Zunge.

Das weiche Wasser formt den harten Fels.

Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.

Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk. (Quelle: Dao-de-dsching)

Ein Land regiert man nach Regel und Maß, Krieg führt man ohne Regel mit List. (Quelle: Dao-de-dsching)

Je mehr scharfe Waffen im Volk, umso wirrer der Staat. (Quelle: Dao-de-dsching)

Die größte Offenbarung ist die Stille.

Der Edle lässt das allzusehr, das Zuviel, das zu Groß.

Je mehr Verbote es gibt, desto weniger tugendhaft werden die Leute sein.

Wenn man Liebe hat im Kampf, dann siegt man, hat man sie bei der Verteidigung, ist man unbezwingbar.

Stark ist, wer der Gewalt ausweicht.

Gnade und Ungnade – Angst machen sie beide.

Stets sorge, dass das Volk ohne Wissen und Wunsch sei. Und sorge zugleich, dass die Wissenden nicht zu handeln wagen.

Glück stützt sich auf Unglück, Unglück verbirgt sich im Glück.

Die Ruhe ist der Meister des Handelns.

Wo zwei zusammenstoßen, siegt der Besonnene.

Wer sich rühmt, dem traut man nicht.

Wer andere Not löst, ist der Erlöste.

Trübes Wasser wird klar, wenn man es ruhig stehen lässt - genauso kann man mit Ruhe, Geduld und Zeit die Wahrheit nach und nach klar ans Licht treten lassen.

Schafft den Gewinn ab, so wird es keine Diebe und Räuber mehr geben.

Indem wir die Schönheit des Schönen erkennen, haben wir auch erfahren, was das Hässliche ist.

Geduld ist das größte Gebet.

Wer auf den Zehen steht, steht nicht fest. Wer mit gespreizten Beinen geht, kommt nicht voran.

Wer einen Sieg über andere erringt ist stark. Wer einen Sieg über sich selbst erringt, ist mächtig.

Klugheit ist: andere erkennen. Sich selbst erkennen ist: Weisheit. Macht ist: andere meistern. Sich selbst meistern ist: Kraft. Wille ist: andere bescheiden. Sich selbst bescheiden ist: Fülle. Herr sein über sich selbst heißt: bestehen. Besteh’n auch über den Tod heißt: Leben.

Je mehr Verbote und Beschränkungen das Reich hat, desto mehr verarmt das Volk.

Wer Außerordentliches sehen will, muss auf das blicken, was die anderen nicht beachten.

Wen der Himmel bewahren will, den erfüllt er mit Güte.

Möge dein schlechtester Tag der Zukunft besser sein als dein bester der Vergangenheit.

Das Volk hungert, weil die Herren zu viel Steuern verzehren.

Wer sich selbst überwindet, wird stark.

Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.




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